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Es scheint, als ob alle Bhutanesen ein Lächeln tragen.
Vielleicht liegt der Grund dafür im Glauben oder in dem Gefühl der Zufriedenheit, das sich aus seiner Unabhängigkeit ergibt. Vielleicht ist es aber auch die Sicherheit des hohen Himalaya-Gebirges. Die Bhutaner strahlen eine innere Heiterkeit aus, an die sich Reisende noch lange nach Ihrem Besuch erinnern.
Mit der Erschließung der Straßen entstanden kleine Städtchen und der Besucher entdeckt hin und wieder ein Auto aus dem 21. Jahrhundert direkt vor jahrhun- dertealten Tempeln. Allgemein leben die Bhutanesen wie vor hunderten von Jahren in ländlichen, schlichten Behausungen, umgeben von Feldern, auf denen Reis, Mais, Buchweizen und Korn angebaut wird, oder in großen Höhen in nomadischen Zelten aus Yak-Haar. Das Leben in enger Nähe zur Natur hat zweifelsohne den robusten Charakter der Bhutaner mitgeprägt.
Die Bhutanesen lassen sich grob in drei ethnische Gruppen einteilen – die Sarchop, Bhutans Ureinwoh- ner, die vorwiegend in den östlichen Regionen leben; die Ngalop, Abkömmlinge der Tibetaner, die vor Jahrhunderten nach Bhutan kamen; und die Nepalesen im Süden, die im vorletztem Jahrhundert in Bhutan eingewandert sind.
Die offizielle Sprache Bhutans ist das Dzongkha. Angesichts der vielen isolierten Gegenden im Hochland verwundert es aber nicht, dass eine Reihe regionaler Dialekte erhalten blieben.
Bhutan kennt keine rigide Unterteilung in soziale Gruppen. Aufstiegsmöglichkeiten in Gesellschaft oder Erziehung hänen nicht vom sozialen Ranj oder der Geburt ab. Bhutaneische Frauen und Männer haben in jeglicher Hinsicht gleiche Rechte.
Die bhutanesichen Männer tragen einen gho, ein langes Gewand, das an der Taille mit einem schmalen Gürtel, kera genannt, zusammengehalten wird. Das knöchelllange Kleid der Frauen heißt kira und wird aus wunderschönen bunten und fein gewebten Stoffen nach traditionellen Mustern hergestellt. Schmuck wird aus Korallen, Perlen, Türkisen und wertvollen Achaten gemacht, die die Bhutaner "Tränen der Götter" nennen. Die Bhutaner sind ein gastfreundliches Volk. Seit vielen Jahrhunderten ist es Brauch, selbst völlig fremden Gästen eine natürliche Gastfreundschaft entgegenzubringen. |
Das Lächeln Bhutans
Bei der Arbeit |
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