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Indian Summer - Der Weg ist das Ziel

Abenteuer an Land, Entspannung & kulinarische Entdeckungen an Bord

Es gibt Reisen im Leben, die bleiben unauslöschlich im Gedächtnis. Mit dem Luxus-Cruiser „Crystal Symphony“ entlang der Ostküste von Kanada und der USA – von Montreal, Quebec via Halifax nach Boston und weiter nach Newport und New York. Die Erlebnisse an Bord wie auch die Begegnung mit der grandiosen Natur haben sich sozusagen in die „Festplatte“ des Autors für alle Zeiten eingebrannt! Sind Sie neugierig geworden, dann folgen Sie doch Lothar Lorenz auf seinem eindrucksvollen Törn.

Montreal – 46°-26 N 072°-16 W, Departure: 09:00 am: In Montreal angekommen, lag „mein“ schwimmendes Luxus-Domizil der nächsten Wochen vor mir. Die „Crystal Symphony“, ein Schiff der Superlative – doch davon später mehr. Es folgte das Eincheck-Prozedere, jeder Passagier erhielt eine personifizierte Bordkarte mit Foto. Nach dem obligaten Boarding-Erinnerungsfoto war es soweit – über einen roten Teppich ging man nochmals durch eine Security-Schleuse und war endlich an Bord. Adrett gekleidetes Personal stand hilfreich als Empfangskomitee bereit, um die neuen Gäste zu ihren Unterkünften zu begleiten. Beeindruckt von der herzlich-sinnlichen Atmosphäre und der perfekten Gastlichkeit war mir schon beim Start klar, dass es eine besondere Reise werden würde. Die Begleitung zur Penthouse-Kabine, die Begrüßung der Room-Stewardessen Jelena und Assistentin Rhea. So auch der liebenswürdige Empfang von Butler Theo, der zudem deutsch sprach und sich nach persönlichen Vorlieben und Wünschen erkundigte. Ja, einzig Petrus mit dem Schmuddelwetter verschob den Landgang. Aber morgen, Montreal war ein Overnight-Hafen, konnte ich ja noch die Gelegenheit nutzen. Augenblicklich hieß es, sich im wohnlichen Domizil, das auf das vortrefflichste hergerichtet und ausgestattet war, bequem machen.

Folgetag, 08.15 Ortszeit: Das warme Morgenlicht streichelte die Skyline von Montreal und der Himmel zeigte erste blaue Stellen. Das Frühstück wurde im Lido auf Deck 11 eingenommen, wo sich auch das Servicepersonal um das Wohlfühlen der Gäste sorgte. Das Speiseangebot ließ keinen Wunsch offen. Es regnete wieder, erst spät nachmittags nutzte ich den Free-Bus-Shuttle, der einige Passagiere und mich ins Centrum brachte. Das trübe Wetter machte meinen Wunsch zunichte, vom Hausberg Montreals – Mont Royal (233 Meter) einen Panoramablick zu nutzen. Kaum eine Menschenseele war auf den Straßen – dafür aber einige putzige Erdhörnchen. So war ein Spaziergang durch mit Kopfstein gepflasterten Gassen der Altstadt angesagt. Später als der Regen aufhörte, zeigte Vieux Montreal mit seinen Straßencafés und urigen Kneipen um den Place Jacques-Cartier eine versöhnliche Seite. Jetzt im Zwielicht sah dieses Viertel recht romantisch aus. Noch einige Fotostopps und dann galt es rechtzeitig an Bord zu kommen – zum Dinner wurden an unserem „Table 59“ neue Gäste erwartet.


Eine Österreicherin und neben vier Damen aus Amerika gesellte sich „Sonnyboy“ Dr. Bob Arnot, Lektor dieser Reise, zu uns. Ebenfalls aus Österreich brachte er zudem mit seinem „Salzburger Charme“ eine Bereicherung am Tisch und die Herzen der Frauen zum Schmelzen. Lukullus hatte das Wort. Auf feinstem Damast, mit schönem Tafelsilber und kostbaren Platztellern wurde ein köstliches Fünf-Gänge-Menü gereicht.

Lesen Sie selbst, meine Wahl aus dem reichhaltigen Angebot: Vorspeise „Crabmeat Tower“ mit New Potatoes, Sweet Corn und Cucumber Salpion und danach wählte ich eine „Green Split Pea Soup“ mit Champagner und gebutterten Croutons aus; Einen „Salad of Golden-Fried Frog Legs“, knackig frisch mit  Kürbis, Artischocken, Karottenstiften und Kaiserschoten, mit einer raffinierten Apfel-Vinaigrette aromatisiert.

Als Hauptgricht wählte ich ein „Broiled Fresh Canadian Salmon Fillet“, auf cremigem Spinatbett mit Dillkartoffelschaum und einer Karotten-Butter-Sauce. Zum Abschluss brachte mir Waiter Pawel eine raffinierte „Vanilla Crème Brûlée“, mit frischen Waldbeeren. Alsdann noch einen abschließenden Digestif und Espresso für die Runde, so endete der erste gemeinsame harmonisch anmutige Abend bei Tisch.

Die „Crystal Symphony“ hatte in der Zwischenzeit unmerklich Fahrt aufgenommen – dem neuen Ziel entgegen, und die Uhr wurde eine Stunde zurück gestellt – Winterzeit in Kanada.

Quebec – 46°-48 N 071°-12 W: Das Einlaufen in der „La Belle Province“ war wirklich aufregend, wir erlebten die Ankunft bei schönstem Kaiserwetter. Wer konnte, eben vom Privatbalkon aus. Auf der einen Seite, ein opulentes Frühstück auf der Veranda – mit allem „pipapo“ in der warmen Morgensonne zu genießen; also mit Champagner, frisch gebrühtem Kaffee, frisch gepresstem Orangensaft, frischem Obst, sowie Toast mit Lachsröllchen, Croissants, ofenfrischem Baguette, halbierten in hauchdünnen Seranoschinken leicht angebratenen Feigen, Omelette mit pikanter Einlage, aber auch köstliche Waldbeeren-Konfitüre, kanadischem Honig und ein Trio von Käsevariationen mit Trauben und Nüssen. Andererseits der Liegeplatz, direkt im Herzen der Altstadt – unterhalb des berühmten Château Frontenac. Gibt es etwas Schöneres, als an der attraktivsten Skyline von Quebec zu liegen? Wohl kaum! Tipp: Um die „Crystal Symphony“ mit dem legendären Nobelhotel in der schönen Morgensonne abzulichten, der sollte frühzeitig die Fähre zur gegenüberliegenden Stadt Lévis nutzen. Schauen Sie selbst, welch ein herrliches Panoramabild.
Im Anschluss ging es hoch zur Oberstadt – aber nicht mit der Zahnradbahn!
 
Tipp: Sparen Sie die Billet-Kosten und nutzen einen kostenlosen Elektrobus. Er startet unweit vom Fähranleger seine Rundtour. Die Fahrt dauert ca. 45 Min. und kann beliebig un- terbrochen werden. Die Sightseeing-Tour zu Fuß sollte am Parlamentsgebäude starten, anschließend die eindrucksvolle Festung, „Parc de l’Artillerie“. Dann folgte der Panoramaweg,

„Terrasse Dufferin“, um das herrliche Luxus-Hotel Château Frontenac und nicht zuletzt einen Blick vom 110 Meter hohen Cap Diamant auf die Basse Ville, auf den St. Lorenz-Strom und die „Crystal Symphony“ zu werfen. Den Weg abwärts, durch Gassen, teils noch mit „Katzenköpfen“ (Kopfsteinen) gepflastert, führte den Besucher an der alten Stadtmauer und historischen Bauwerken, die teilweise noch aus der Gründerzeit stammen, vorbei. Seit 1955 steht die Altstadt „Vieux Quebec“ in der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Hier erlebte man die Geschichte hautnah – sehen wir von den Halloween-Gestalten einmal ab. Die einladenden Rastplätze der Cafés an der Rue De Petit Champlain waren für mich tabu. Die Zeit war knapp, denn ein Tisch des „Prego“, ein vornehmes Spezialitäten-Restaurant auf dem Tiffany-Deck, war reserviert. Deren Küche, inspiriert von keinem geringeren als vom Spitzen-Koch Piero Selvaggio, überzeugt wirklich jeden Gourmet, der klassische italienische Speisen liebt. Wie in Venedig in einem Spitzenlokal, bei distinguierter Musik, dezentem Licht und intimer Atmosphäre zu speisen, das ist ein kulinarischer Höhepunkt der Reise. So liest sich denn auch die Menüfolge: Als Empfehlung des Hause den Appetizer „Our Prego Chefs Antipasti Tasting“. Dazu reichte man: Golden-Fried Veal Cheeks with Aïoli, Boiled Jumbo Shrimp on Caponata, Grilled Vegetable and Buffalo Mozzarella Involtini, dem folgte die „Prego’s Signature Cream Soup of Selected Italian Mushrooms” in einem Oregano-Brot-Töpfchen serviert. Einzigartig und köstlich, auch die folgenden herzhaften „Spagetti Vongole al bianco” – Venusmuscheln auf Weißwein mit Knoblauchzehen, Chili, Tomaten, Petersilie und ein Hauch von geriebenem Parmesankäse, wobei edle Tropfen das meisterhafte Dinner abrundeten. Als süßen Abschluss mundete mir der „Prego Dessert Sampler“ – Ricotta Cannoli, Tiramisu, sowie einen Coffee Budino and Fresh Berries. Hervorragend, ohne Frage. Der kommende Tag – ein Seetag, zum Relaxen und um Ihnen das Schiff mit all seinen Vorzügen einmal näher vorzustellen. Nicht ohne Stolz verweist Crystal Cruises auf ihre langjährigen begehrten Auszeichnungen. Seit Beginn wurde die Reederei von Lesern internationaler Travel-Magazine in der Gruppe „Large Ships“ (max. 940 Paxe) mit höchsten Bewertungen bedacht. Zur Beurteilung wurden neben der Eleganz und Luxuriösität auch die Kabinen, die Speisen und der Service beurteilt. Weiter das ausgewählte Routing fernab vom Massentourismus, die Aktivitäten, Familienfreundlichkeit und das Unterhaltungsangebot.

At Sea: Frei nach einer Image-Broschüre, wo steht: „Ferne genießen“,… das Meer trennt nicht nur, es verbindet auch Kontinente, Kulturen und Menschen. Der Weg ist das Ziel – und zeigt die Richtung auf: zu großen Abenteuern, Inspirationen und großartigen Erlebnissen!“ Zitat Ende.

Dieser elegante Cruiseliner sieht noch wie ein Schiff aus – nicht wie ein „schwimmender Container“ mit weit über 3.000 Passagieren. Shiplover schwärmen von den stilvoll markanten Schiffbaulinien und die Gäste an Bord von der 360° Teakholz-Promenade, auf der sie ihre Joggingtouren drehen können.

Die großzügigen hellen öffentlichen Bereiche sind von stiller Eleganz. Auch die hervorragend ausgestatteten 18,7 bis 91,2 qm großen Staterooms und Suiten mit ihren Privat-Veranden tragen zum Wohlbefinden bei. Die noble Einrichtung lässt keinen Wunsch offen.

Die Qualität des Services und kulinarischen Angebots und auch das Unterhaltungsangebot stellt jeden Gast zufrieden. Ob Wellness mit Feng Shui, Spa, Beautysalon, die beiden Pools auf dem großzügigen Sonnendeck oder die Whirlpools, die mit einem Glas Champagner zum Entspannen einladen. Das Fitnesscenter mit geschulten Personaltrainern – alles, auch der kostenfreie Bus-Shuttle ins Zentrum der angelaufenen Häfen, gehören zum Angebot von Crystal Cruises.

Beeindruckende Shows, wie Broadway-Produktionen mit Künstlern von Weltruf, Comedians oder Classic-Film-Matineen sorgen mit ihrem abwechslungsreichen Entertainmentprogramm für exzellente Unterhaltung. Im einzigartigen Crystal-Casino, in den acht gemütlichen Bars und Lounges, in der gut sortierten Library oder die Internetnutzung, die den Gästen kostenfrei zugute kommt. Monotonie und Tristesse kann hier nicht aufkommen. Nicht zuletzt sorgen fachkundige Lektoren dafür, dass bei Vorträgen und Exkursionen keine Fragen offen bleiben. Weiter geben sie Tanzunterricht, unterweisen Gäste professionell, um Fremdsprachen und EDV-Kenntnisse zu vertiefen – wohl gemerkt alles inklusiv! Gleichwohl können Ruhesuchende in schweren Leder-Fauteuils des exquisiten „Connaisseur Clubs“ eine edle Cohiba genießen oder im Deckchair mit exotischem Drink und gutem Buch herrlich relaxen.
Auf der „Crystal Symphony“ pflegt man einen traditionellen Kreuzfahrtstil mit formellen Abenden und großen Auftritten.

Dabei findet der Gast den direkten Kontakt mit der Schiffsführung, wie mit dem deutschen Kapitän Ralf Zander und auf einer „President-Cruise“ ist sogar der CEO, Reederei-Präsident Gregg L. Michel anzutreffen. Die hohe Zahl der Repeater (Wiederholer) zeugt von der Zufriedenheit der Reisenden aus aller Welt, wobei die erwähnten Standards auf den Schiffen der Crystal Cruises für sich selbst sprechen – sie gelten seither gelten als Trendsetter!
Hier sei nur das optimale Preis-/Leistungsverhältnis genannt – so sind die Trinkgelder und ab Frühjahr 2012 alle Getränke inklusive ausgewählter Weine, Spirituosen und Champagner in allen Bereichen des Schiffes im Reisepreis bereits eingeschlossen.

Im „Crystal Dining Room“, wo in zwei Sitzungen oder nach Vorreservierung individuell gespeist wird sowie in den beiden italienischen (Prego) und japanischen (Silk-Road) Spezialitätenrestaurants mit Show Cooking (ohne Zuzahlung) diniert man mit Stil und Eleganz. Ob regionale oder internationale Köstlichkeiten, ob bodenständige Küche mit lokalen Spezialitäten, exotischen Speisen die dem anspruchsvollen Gaumen schmeicheln oder das köstliche Frühstück auf dem Sonnendeck – die Gastronomie ist eine Klasse für sich! Berühmte und preisgekrönte Köche haben mit ihren kreativen kulinarischen Gaumenfreuden das Angebot inspiriert. Unvergessen bleibt dem Autor die Erinnerung an einem musischen Dessert im sonnigen „Palm Court“ zu Mozartklängen oder an das wahrhaft Grand-Schlemmer-Büffet, den leckeren Zwischen- mahlzeiten im „The Bistro“ und „Trident Grill“.


Auf den Crystal-Schiffen, die jährlich Bestnoten von der Fachpresse erhalten, gelten ganz besondere Anforderungen an die Kombüse. Von frühmorgens bis in die späte Nacht, wer- den Spitzen-Menüs, auch bei ruppiger See, geschaffen.

 

Die Kombüse ist rund um die Uhr im Einsatz. Tag für Tag, anders als an Land, wo man schnell einmal dies und das besorgen kann, gehört eine exakte Planung mit deren Logistik und die Kontrolle der absoluten Qualität der Lebensmittel zum Alltag der Küchenchefs. Bevor es in den nächsten Hafen geht, will ich Ihnen wieder einmal meine kulinarische Entdeckungstour vorstellen. Für mich war dies ein „Jumbo Shrimp Cocktail“ mit feuriger Cocktailsoße und Knoblauch-Croûtons. Es folgte eine „Roasted Butternut Squash Soup“, Kürbissuppe und als Hauptgericht entschied ich mich für eine „Herb-Crusted Lemon Sole“, ein Seezungenfilet an Garnelen, Mais-Risotto und Blumenkohl mit Kirschtomate und einer Lemon-Thymian Sauce. So auch das Dessert: „Prima Ballerina“, Baiser mit frischer Lemoncreme und köstlich erfrischendem Ananas-Sorbet – wieder ein Verwöhn-Erlebnis.

Charlottetown – 46° - 13` N 063° -07` W: Frühmorgens gab es von Petrus eine feuchte Bescherung. Der verschlafene Ort auf Prinz Edward Insel (PEI ISLAND) hat Geschichte geschrieben – 1864 begann hier die Geburtsstunde mit der Charlottetown-Konferenz, die zur Konföderation von Kanada führte. Erst einmal ausgiebig frühstücken, vielleicht sieht die Welt dann ganz anders aus. Mitnichten, es sah nicht nach einer Wetterbesserung aus. Also mit Schirm und gutem Willen wurde der Shuttle-Bus geentert – der ins Centrum unweit vom „Provence House“ und „Confederation Centre“ fuhr. Der gepflegte Stadtkern ist geprägt von Linden-Alleen und viktorianischen Häusern einstiger Kapitäne – deren Nachfahren einfach, ehrlich und sehr herzlich sind. Es sind wunderbare Menschen, die sich im Straßenverkehr höchst diszipliniert verhalten und gern Auskunft geben, – aber bei diesem Wetter blieb das eine oder andere Ausflugsziel auf der Strecke.

 

Die Insel, so erfuhren wir, wird gern in den Sommermonaten aufgrund ihrer bewegten Vergangenheit von „Backpackers“ und „Tagträumern“ besucht – wegen der liebenswerten romantischen Kleinstadtatmosphäre, wo die Straßen noch Kopfsteinpflaster haben und mit Gaslaternen beleuchtet werden: Ein idyllisches Fleckchen Erde in mitten des St. Lorenz Stroms. Die 1812 erbaute römisch-katholische St. Dunstan’s Basilika, imposant mit ihren spitzen Türmen und den sehenswerten sakralen Elemente, wurde von mir noch auf dem Rückweg besichtigt. Auch „Founder’s Hall“ an der Uferpromenade, wo PEI’s Geschichte multimedial dargestellt wird.

Wirklich wissenswertes gab es neben den Fakten aus der Besiedlung auch Auskünfte über die berühmten Autorin Lucy Maud Montgomery, die hier ihre Story der rothaarigen „Anne auf Green Gables“ schrieb, in diesem „Zeittunnel“ zu sehen. Die Exkursionen zur Nordküste zwischen den großen Dünen, wo sie bis 1942 lebte, wie auch die „Coastline-Tour“, um ei- nige der Lighthouses in Augenschein zu nehmen fiel buch- stäblich ins Wasser. Um 17.00 Uhr hieß es „Leinen los!“

Ein weiterer Seetag folgte: Er brachte reichlich Muße und Möglichkeiten sich an Bord zu betätigen – ein gutes Buch zu lesen, eine DVD ausleihen, die Gemälde-Ausstellung, das Casino oder ein Seminar zu besuchen. Ja, es gibt auch Gäste die den Tag im Deckchair genießen, um mit Blick übers Meer die Seele baumeln zu lassen.

Auf der „Crystal Symphony“ ist Langeweile ein Fremdwort – Monotonie gibt es nicht! Das zarte Geschlecht konnte sich „Streicheleinheiten“ im Wellness- und Spabereich oder beim Coiffeur holen, denn am Abend fand das „Grand Gala Buffet“, ein weiterer Höhepunkt der Reise statt. Lukullus, in Personalunion von Chefkoch Manfred Schaller und seiner Führungsriege, hatten zum Schlemmen eingeladen.

Es gab kein Halten – es war ein Fest der Sinne: Der Gaumen, die Augen und Kameras hatten Hochkonjunktur. Unzählige Silbertabletts mit Köstlichkeiten, dekorativen Leckerbissen, aus Obst geschnitzten Figuren und exotischen Blumen gekonnt arrangiert.

Halifax – 44°-38` N 063°-33` W: Heute Nacht hatte es ganz schön „gekachelt“, es gab noch „Rösser Neptuns“ zu sehen (weiß aufgeschäumte Gisch flog von den Wellenkämmen), dank der Stabilisatoren hatte kaum ein Gast etwas gespürt. (Seasickness Bags und Tabletten lagen bereit). Zum Einlaufmanöver begleiteten uns einige Boote der Canadian Coast Guard, bis wir 08.15 Uhr pünktlich am geschichtsträchtigen Pier 21 bei einem herrlichen Sonnenaufgang andockten. Nur frühstücken und im Anschluss ging es mit Bussen und Tourguides los.

Die Exkursionsabteilung hatte sieben verschiedene Ausflüge angeboten: Halifax Remembers Titanic, den malerischen Fischerort Peggy’s Cove oder um nur die Lighthouses & Lobstertour zu nennen. Eine Vielzahl der Gäste nutzte den „Complimentary Service“ in die City Downtown – wo die Geschichte und Neuzeit sich sehr wohl zu Fuß entdecken lässt.

Start war an der „Old Waterfront“, unweit vom Maritim Museum – ein „Muss“ für alle Sailors und für Hobby-Historiker – auch die sternenförmig angelegte Zitadelle mit dem „Citadel Clock Tower“ auf dem 145 Meter hohen „Citadel Hill“.

Von dort hat man einen grandiosen Panoramablick auf die Hafenstadt und einen herrlichen Einblick in Mutter Naturs faszinierenden Farbenrausch – den Indian Summer.

Der Rückweg führte am „Courthouse“ vorbei, durch die Straßenschluchten zum berühmten Port View. Im August 2000 fand hier eine große Windjammer-Parade mit 40 Großseglern statt. Nun aber verabschiedete ein Straßenmusiker die Touris- ten im Satchmo-Stil, um sich ein kleines Zubrot zu verdienen. 17.00 Uhr: es hieß „Goodbye“ Kanada und „Au revoir“ Halifax.

Mit einem kräftigen „Schlenderschluck“ wurde die herannahende Nacht begossen und mit neuen Bekannten ließ man den Tag beim lockeren Smalltalk Revue passieren – Kurs Boston liegt an!

Boston – 42° -21` N 071° -01` W: Die Ankunft des nächsten Overnight-Standing Port wurde vom privaten Balkon wieder ein Erlebnis – die im strahlenden Sonnenschein eingetauchte Revierfahrt geschah in Begleitung einer US Coast Guard Eskorte. Am Logan Airport des einzigartigen „Nordamerika-Gateways“ vorbei, bekam unsere „Crystal Symphony“ in der historischen Altstadt einen Liegeplatz. Unverzüglich begann das Ritual der US Immigration. Jeder Gast musste zu einem ausgefüllten Manifest den „Uniformierten“ Rede und Antwort stehen, was sich aber schlimmer anhört als es war!

Unser Head Waiter gab nach dem Dinner noch einige Tipps und „Muss“ zum Stadtgang, und nach morgendlicher Stär- kung konnte die große Sightseeing-Tour beginnen. Wenn Engel reisen: Petrus hatte an alles gedacht – kein Wölkchen am Himmel, bei strahlendblauem Himmel die größte Stadt Neuenglands erkunden, das hat was. Die Exkursionsabteilung bot wieder sieben Touren und ebenso den „Free-Shuttle“ an, der die Gäste ins Herz von „Old Boston“, bis zum „Quincy Market“ brachte. Die historische Altstadt eignet sich bestens für eine „Walktour“ – entlang des vier Kilometer langen rot mar- kierten „Freedom Trails“ sind die Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß zu erreichen: Das „Old State House“ und an einem Free Public Market vorbei zur ältesten, 1826 gegründeten „Union Oyster House“-Gaststätte, wo das „Who is who“ berühmter Gäste das große Angebot von Meeresfrüchten verspeiste. Mit der kostenlosen „City Map“ war der „Common“, seit 1634 älteste Park der USA, zu finden. Auch hier zeigte sich der Indian Summer wieder in den schönsten Farben und Straßenmusikanten erfreuten ihr Publikum. Vom Park hatte man einen ausgezeichneten Blick zum „Massachusetts State House“ – eine Augenweide mit klassizistischer Säulenfront und goldenem Kuppeldach. Ein Steinwurf entfernt, der „Granary Burying Ground“-Friedhof, wo berühmte Freiheitskämpfer ihre letzte Ruhe fanden. Über den „Beacon Hill Distrikt“, wo etliche historische Backsteinhäuser aus der Gründerzeit stehen, führte meine Zeitreise durch die Geburtsstätte Amerikas letztlich zur „Old Ironsides“, der U.S. Fregatte „Constitution“, ein nationales Wahrzeichen der USA. Mein Zeitkontingent war erschöpft, obwohl es in hier noch eine Unmenge zu sehen gab, aber der „Last Shuttle“ lässt nicht auf sich warten. Exakt 17.00 Uhr hieß es von Boston Abschied nehmen. Theo, mein Butler setzte noch eine Steigerung auf den bisherigen Tagesverlauf drauf. Er verwöhnte mich mit einer besonderen Stärkung: Lachsrosen, Toast und als Empfehlung des Hauses ein edles Caviar- Arrangement mit fein gehacktem Eiweiß, Eigelb, Schalotten und Sauerrahm. Dazu einige Crackers, Blinis und ein prickelnder Aperitif. Dem Guten noch nicht genug – eine Einladung zum Schlemmen im „Silk Road“-Restaurant lag bereit. Die Köstlichkeiten der Sushi Bar, inspiriert vom preisgekrönten Koch Nobu Matsuhia, ließen meinen Gaumen jubilieren!
Zudem wurde mir noch im exquisiten „Vintage Room“ eine Degustation zuteil – schon der Psalm 104.15 besagt: „Und dass der Wein erfreue des Menschen Herz …!“ Fürwahr, Weingott Bacchus meinte es gut.

Newport, Rhode Island 41°-29` N 071°-20` W: Welch gekonntes Timing, welch ausgezeichnete Route: Die berühmte „American Cup“ Area empfing uns mit Kaiserwetter. Abwechslungsreich und reizvoll die Anfahrt in der beeindruckenden naturbelassenen Landschaft. Kleine und kleinste Inselchen entlang des Fahrwassers und die langgezogene Newport Bridge: „It’s very imposing“, sagt der Amerikaner beim Anblick Hause. Einige prächtig erhaltene Herrschaftshäuser mit ihren stattlichen Parkanlagen, die heute als musealer Nachlass vergangener Großindustrieller und Banker dienen, zeugen davon. Es ist eine ideale Region für Romantiker. Gönnen Sie sich hier eine Auszeit – Hektik ist hier unbekannt. Newport ist ein Juwel an der Ostküste der USA. Viel zu schnell verging die Zeit, doch der letzte gesellschaftliche Höhepunkt, das Farewell-Dinner stand an. Auf der einen Seite, der Glanz und die Schönheit der vergangenen Ära, andererseits die Magie des Augenblicks mit der faszinierenden Laubfärbung des der „Pell Bridge“, die auch liebevoll „Golden Gate der Eastcoast“ genannt wird, konnte man in Augenschein nehmen. Querab Goat Island war unser Ankerplatz. Es ging mit Tenderbooten an Land. Nein, hier wo das „Epizentrum der Formel 1 des US Segelsports“ ist, kann es für Sailor nichts anderes geben, als die kleine malerische Ortschaft auszukundschaften. Schnurstracks ging es zur Newport Shipyard, wo einige klassische J-Yachten mit den historischen Linien anzuschauen waren. Beim Anblick der großartigen aufgeslipten Kielyachten kam man unweigerlich ins Schwärmen. Aber nicht allein das Mekka der US Segler war sehenswert. Auch die liebevoll gepflegten Holzhäuser Newports und die älteste „Touro Synagoge“ von 1763. Die rostrot angestrichene „White Horse“-Taverne und das „Jail House Inn“ erinnerten an die Gründerzeit. Auf Rhode Island war früher der Geldadel zu Hause. Einige prächtig erhaltene Herrschaftshäuser mit ihren stattlichen Parkanlagen, die heute als musealer Nachlass vergangener Großindustrieller und Banker dienen, zeugen davon. Es ist eine ideale Region für Romantiker. Gönnen Sie sich hier eine Auszeit – Hektik ist hier unbekannt. Newport ist ein Juwelan der Ostküste der USA. Viel zu schnell verging die Zeit, doch der letzte gesellschaftliche
Höhepunkt, das Farewell-Dinner stand an. Auf der einen Seite, der Glanz und die Schönheit der vergangenen Ära, andererseits die Magie des Augenblicks mit der faszinierenden Laubfärbung des Indian Summers, nahmen mich gefangen. Diese Begegnungen bleiben unvergessen – hier findet man „Zeit des Verweilens“ und „Zeit des Erinnerns und Genießens!“ Das kreative Abschiedsdinner war natürlich wieder auf höchstem Niveau. Es gab mir Gelegenheit, mich mit Executive-Chef Schaller, ein bayrisches Urgestein aus Amberg, zu unterhalten. Seit über 15 Jahren bei Crystal Cruises, kümmert er sich mit seiner über 100köpfigen Küchenbrigade um das leibliche Wohlergehen an Bord – die „Gault Millau“ und Michelin-Auszeichnungen sprechen für sich. Wünschen wir dem Primus der „Königsklasse der Köche“ weiter erfolgreiches Wirken.

 

New York 40°-46` N 073°-59` W: Um es vorwegzunehmen: Es war ein grandioser Finaleinlauf. Sehr eindrucksvoll, die Revierfahrt im fahlen Licht des Morgenrots, wie in einem Bilderbuch – New York, wir kommen! Leider war es für „Miss Liberty“ auf Liberty Island zu früh, nur schemenhaft war die fast 50 Meter hohe Freiheitsstatue zu erkennen. Das Eintreffen vor Brooklyn, dem Südzipfel Manhattans, war zu dieser jungfräulichen Zeit wirklich enorm beeindruckend. Dieses Erlebnis mit der Mega-City bleibt unvergessen. Auch das Anlegemanöver am Pier 90, gleich neben dem musealen Flugzeugträger USS „Intrepid“, und letztmalig das Frühstück auf dem Balkon wird mir lange in Erinnerung bleiben. Das war für mich ein idealer Rückzugsort, um die Stille und die atemberaubende Natur bei den Revierfahrten wahrnehmen und all meine Sinne wieder zu spüren und aktivieren. Die Reise, entlang der Ostküste von Kanada und Amerika hat für mich den Alltag entschleunigt. Auch hier in Big Apple bot die liebgewonnene „Crystal Symphony“ einen „Overnight-Standing“, sowie tagsüber einen halbstündigen kostenfreien Shuttle-Bus an, der die Gäste bis zum Times Square und retour brachte. Selbst die beiden noch von mir angehängten Tage ließen nur zu, einen Bruchteil dieser Stadt, die nie schläft, in Augenschein zu nehmen. Noch ein letztes Wort zum Abschied: Hier und heute bleibt mir allen Dank zu sagen, die für diese wunderschönen Stunden beigetragen haben.

 

Weitere Informationen, Beratung & Buchung: www.atiworld.de

© Herausgeber: Redaktion Maritim in Zusammenarbeit mit Aviation & Tourism International Fotos: Lothar Lorenz, H.-J. Rochlitzer, Aviation & Tourism International und Crystal Cruises

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