WELTWEITE EXKLUSIVE REISEN UND LUXURIÖSE KREUZFAHRTEN
WIR SIND FüR SIE DA:
MONTAG-FREITAG  9.00-18.00 UHR
UND NACH VEREINBARUNG
Phone+49 6023 917150

Ein Logenplatz an mediterraner Küste mit der Regent Seven Seas Voyager

Meine unvergessliche Reise mit der luxuriösen „Seven Seas Voyager“ ging entlang der Côte d'Azur und Riviera – von Monte Carlo, via Saint Tropez nach Florenz und weiter über Rom, Sorrento nach Amalfi und Taormina. Ob nun das Routing mit seinen faszinierenden Postkartenmotiven und kulturellen Erlebnissen oder die Annehmlichkeiten an Bord, nehmen Sie lebensnah an den stilvollen Begegnungen teil.

 

Als tolles „warm-up“ stimmte mich eine edle personifizierte „Map Of Cruise Vacation“ aus der Hand der Reederei und des Kreuzfahrt-Veranstalters ein. Sie enthält viele Details der lieb- reizenden Regionen, die schon die Römer, Griechen und später den Geld- und Hochadel Europas begeisterten. Gestern die High Society und der Jetset und heute die Gäste der „Seven Seas Voyager“, die die legendäre azurblaue „Coastline“ entdecken wollen – aber bitte vom Feinsten!
Monte Carlo: Es ist Sonntag, eine Vielzahl von Kurzurlaubern lässt sich bei herrlichem Sonnenschein vom Anblick der mondänen Atmosphäre berauschen. Der malerische Hafen ist randvoll mit edlen Motor- und Segelyachten. Prächtige Villen und Paläste, hier seien nur das Schloss der Grimaldis, das „Hôtel de Paris“, der prunkvolle Opernpalast sowie das Casino genannt, wo man sündhaft teure Luxuskarossen bestaunen kann, wirken einladend. Endlich ist es soweit: Ich bekomme unweit des Monaco Yacht Club im Port Herkules, in Sichtweite der beiden Ultra-Mega-Yachten „Lady Moura“ und ex „Christina O“, meinen Logenplatz der nächsten Tage, die „Seven Seas Voyager“ zu sehen. Es war für mich „Liebe auf den ersten Blick“, ein Luxury-Cruiseliner mit ansprechenden Schiffbaulinien, der sich von der Masse anderer Kreuzfahrtschiffe wohltuend abhebt und vielfach mit Awards weltweiter Publikationen in höchsten Tönen ausgezeichnet wurde. Auf diesem Schiff gibt es nur Balkon-Suiten und herrliche Annehmlichkeiten, auf die ich noch zu sprechen komme. Bereits der Empfang am Check-In-Schalter und die Begrüßung von der sympathischen Executive Concierge und Guest Relations Managerin Conny Hammelmann aus Halle, lässt eine gute Einstimmung zu. Manch einem Gast, der Bedenken wegen der englischen Bordsprache hat, können die Zweifel genommen werden. Auch im Service sind einige Stewards der deutschen Sprache mächtig. Erfreulicherweise höre ich von der Assistentin des Generalmanagers, dass heuer zunehmend mehr und mehr deutschsprachige Gäste die Vorzüge der „Seven Seas Voyager“ und ihrer beiden Schwesterschiffe zu schätzen wissen.

 

In der Balkon-Suite angekommen, hier ist alles hervorragend hergerichtet; frisches Obst, Champagner im Kühler, Blumen – begrüßt mich Ari, mein balinesischer Steward, der sich sofort nach meinen persönlichen Faibles und Wünschen er- kundigt und mir eine gute Reise wünscht. Am ersten Abend erfahre ich, es gibt kein steifes Reglement: Man darf speisen wo man möchte, und man nimmt sich auch in den Spezialitäten-Restaurants (ebenfalls zuzahlungsfrei) der Wünsche der Gäste ganz besonders an. Der Executive Chief Klaus Reinmüller aus Österreich wie auch die „Heads“ der Feinschmecker-Brigaden des „Signatures“, das einem Steakhouse nachempfundene „Prime 7“ und „Compass Rose“ präsentier- ten sich als deutsche Landsleute. Der Einstieg im Hauptres- taurant war bestens. Nach dem Dinner in der entspannten Atmosphäre der „Blauen Stunde“ hieß es „Leinen los“.


Saint Tropez / Port Grimaud: Auch diesen Ankerplatz erreichten wir bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen – das nutzte ich, um auf dem Balkon zu frühstücken. Der Champagner stand bereit, frisches Obst und weitere leckere Köstlichkeiten – frisch gepresster Orangensaft und dampfen- der Kaffee weckten meine Lebensgeister. Auf dem Excursion-Deck wurden die „Free-Tours“ geordert. Notabene: Nahezu alle Landausflüge, ein Branchennovum, sind zuzahlungsfrei. Beim geführten Rundgang in der frühen Morgenstunde durch das noch beschaulich verschlafene Saint Tropez konnte man etliche Mode-Boutiquen, Künstler-Redouten und das 1592 erbaute Citadel in Augenschein nehmen. Von der Anhöhe haben die Besucher eine atemberaubende Fernsicht und können von dort die vor Anker liegende „Seven Seas Voyager“ aus einer malerischen Perspektive ablichten. Im Anschluss ging es mit Bussen weiter zur „Retortenstadt“ Port Grimaud. Einfach herrlich dieser Ort im venezianischen Stil, wo jedes Haus einen eigenen Bootsanleger hat. Die Besucher können hier Ruhe finden, sich vom schnelllebigen Alltag erholen und bequem zurückgelehnt, die bedächtige Fahrt im E- Boot durch die Kanäle in totaler Ruhe genießen – eine Wonne für den gestressten Körper und die Seele.

Für mich folgte abends ein weiterer Höhepunkt – das exklusive Dinner im eleganten „Signatures“, wo Kreationen der französischen „Académie D‘ Art Culinaire“ „Le Cordon Bleu“ aufs Feinste zelebriert werden – und wie bereits gesagt: ohne Aufpreis, was anderswo gar nicht selbstverständlich ist. Zudem, ob Apéritif, Digestif oder korrespondierende Weine zu den Mahlzeiten – es ist alles inklusiv! Die Menükarte zeigt sieben Varianten von Entrées, drei verschiedene Salads und Soups, dem ein Sorbet folgt. Als Hauptspeise kann man aus drei Fisch- und drei Fleischgerichten und einem vegetarischen Gericht wählen. Last but not least zeigt die Dessertkarte nicht weniger als fünf Nachspeisen. Ich entschied mich für Hummer auf einem Mangospiegel. Es folgte eine Champignonsuppe mit kandiertem Knoblauch, gefolgt von einem Champagner und Cointreau-Sorbet. Als Hauptgang servierte man mir, stets mit einem natürlichen Lächeln, stilvoll unter einer silbernen Cloche eine Heilbuttschnitte mit Pistazienöl. Angerichtet auf einem Duo von Spinat und herb marinierten Cherry-Tomaten – raffiniert arrangiert, äußerst schmackhaft die Zubereitung und gekonnt von aufmerksamen Stewards zu Tisch gebracht, so auch das Harlequin basket mit Tiramisu & caramelisierten Bananen. Ich fühlte mich rundum liebevoll umsorgt, wozu auch der Oberkellner Kristian mit seinen hervorragenden Deutschkenntnissen (er arbeitete über sechs Jahre in Wiesbaden), beigetragen hatte. Zum lukullischen Highlight ließ ich mir noch einen edlen Schluck Pflaume du Armagnac kredenzen. Ich erinnere mich an einen Leitgedanken in einer Image-Broschüre: „Leben Sie Ihren Traum!“ Hier wurde er zur Wirklichkeit – der Anker war bereits gelichtet, die Fahrt ging weiter nach Livorno und dann ins Zentrum der Toskana.

Livorno / Florenz & Pisa stand auf unserem Exkursionsprogramm – insgesamt wurden 12 Vorschläge unterbreitet. Die Busse standen bereits an der Pier und unsere achtstündige Tour startete um 7.30 Uhr durch das Hafen-Labyrinth von Livorno. Die Fahrt ins Herz der Florentiner dauerte etwa 1,5 Stunden. Gleich zum Start des Rundgangs warnte der Guide vor Taschendieben – wegen des Gedränges in der Stadt. Die „La Bella Firenze“ ist die Wiege der Renaissance und wird scherzhaft das „Manhattan des Mittelalters“ genannt. Bereits 1982 wurde sie von der UNESCO als Weltkulturerbe geadelt. Es wird berichtet, dass die historische Stadt am Fluss Arno über die weltgrößte Kunstsammlung verfügt – was wir zu sehen bekamen verschlug mir die Sprache. Im Zentrum ist die mächtige, im 12. Jh. erbaute romanisch-gotische Kathedrale „Santa Maria del Fiore“ zu bestaunen. Nicht minder eindrucksvoll, die wuchtige, von Filippo Brunelleschi erbaute Kuppel sowie der 85 Meter hohe Campanile Giotto mit seinen 12 Glocken. An der Piazza della Signoria der Palazzo Vecchio, der imposante Neptunsbrunnen und Michelangelos David-Statue, daneben links die Loggia dei Lanzi mit weiteren bedeutenden marmornen Statuen und die berühmte von Benvenuto Cellini geschaffene Bronzestatue des Perseus mit der enthaupteten Medusa. Nicht zuletzt die 1345 errichtete Ponte Vecchio über den Arno, wo auch eine Büste des Meisters zu sehen ist. Wer einmal in Florenz war, weiß wie viele Menschen über diese überdachte Brücke strömen, auf der sich ein Schmuckladen neben dem anderen befindet – daher die Warnung vor Taschendieben am Anfang unserer Sightseeing-Tour. Auf unserem Weg nach Pisa hatten wir noch die Möglichkeit, auf dem gegenüberliegenden Hügel das gesamte Panorama der Stadt zu sehen – grandios! Glauben Sie mir, es ist eine bedeutende Stadt der Künste und Künstler: die einzigartige Architektur und selbstverständlich die Altmeister Donatello und Masaccio oder die brillanten Maler der Renaissance Leonardo da Vinci und Michelangelo. Seinerzeit gefördert von der Medici-Dynastie, heute geprägt von einer zauberhaften Magie, eine echte kulturhistorische Attraktion, wahrlich ein Augenschmaus, sicher nicht allein für Kunstliebhaber.

Pisa, übrigens die Partnerstadt von Unna, liegt in der Nähe der Arnomündung und bietet nicht minder interessante Sehenswürdigkeiten. Auch der „Campo de Miracoli“ mit seinen vier mächtigen Bauwerken wird seit 1987 in der Weltkulturerbe-Liste geführt. Die frei auf einem Rasen stehenden Meisterwerke der mittelalterlichen Architektur – die Kathedrale „Santa Maria Assunta“, die Taufkirche „Battistero di Pisa“, wie der Campanile (der „Schiefe Turm“) mit 55 Meter Höhe und einem Durchmesser von 12,5 Metern und die „Camposanto Monumentale“ (Friedhofsanlage) mit ihren Marmor-Fassaden gelten wahrhaftig als „Platz der Wunder“ und können sich über den Zulauf von Schaulustigen und Kunstliebhabern aus aller Welt nicht beklagen. Für rund ein Jahrzehnt (1990-2001) war „Di Pisa Torre Pendente“ mit seinen sieben Glocken für die Öffentlichkeit wegen Einsturzgefahr nicht zugänglich. Bei dieser erlebnisreichen Exkursion komme auch ich nicht umhin, den „Schiefen Turm“ mehrfach abzulichten und sehe dabei im satten Grün der gepflegten Rasenfläche den strahlenden Marmor in der Nachmittagssonne und junge Mitmenschen, die sich von dem über 800 Jahre alten Bauwerk mit seinen Blendbögen und Marmormosaiken magisch angezogen fühlen und fürs Erinnerungsfoto vor dem schiefen Wahrzeichen der Stadt posieren. Es lässt sich nicht verheimlichen, auch wenn wir nur ein Bruchteil dieser Region zu sehen bekamen, man fühlte sich ins Zeitalter der großen Meister hineinversetzt. (Einzig die „Gasse der Heuschrecken“ mit unzählige Verkaufsbuden sollte man mit Scheuklappen durchschreiten.) Geradezu überwältigt und beeindruckt von den zahlreichen Sakralbauten und Denkmälern treten wir den Rückweg an. Auf dem Schiff werde ich nochmals überrascht: Als „Tischdame“ kann ich heute zum Dinner im „Compass Rose“ mit Conny speisen. Somit hatten wir Gelegenheit uns auszutauschen – wo ich schon früher war, welche Schiffe ich kenne, und auch ich konnte einiges über den Lebensweg der mit drei Streifen dekorierten Managerin erfahren. Nach der Schule lernte Conny im Restaurant der Eltern das Hotelfach von der Pike auf und erklomm dann gradlinig die Karriereleiter: Hotel-Business School München, Praktikum Holiday Inn München, erfolgreicher Abschluss der Business School. Erster Einsatz auf See 2000, und dort folgte sie zielstrebig ihrer Berufung über die Tätigkeit als Chief Concierge, Assistent des Hotel- und Marketing Manager bis sie hier und heute an Bord der „Seven Seas Voyager“ nun die Führungsposition als rechte Hand des General Managers innehat. Die Unterhaltung war höchst interessant, das Essen und der Wein waren spitze – nun schnell in Morpheus Arme, denn tagsdrauf stand wieder ein Highlight an: Roms „Dolce Vita“ ruft!

Civitavecchia / Rom: Zuerst rechtzeitig ins „La Veranda“- Restaurant, gut frühstücken und auf geht’s ab 7.30 Uhr mit einem Transferbus in die „Ewige Stadt“. Noch einen Tipp vorab: Sie sollten gutes Schuhzeug tragen, denn Roms Straßenpflaster „schlaucht“, im Rucksack wenigstens zwei Wasserflaschen sowie ausreichend Filmmaterial oder Speicherkarten mithaben – denn eine Fülle von Foto-Motiven erwartet Sie.

 

So bestens gerüstet ging es am Fischereihafen vorbei und entlang einer alten Mauer des Forte Michelangelo und weiter per Autobahnfahrt der Millionenmetropole entgegen. Gut 1,5 Stunden, aber bereits am Stadtrand ging’s nur im Schritttempo weiter. Zwischenzeitlich gab es vom Guide interessante Informationen – mit seiner italienischen Spracheinfärbung lustig anzuhören. Alles schien auf den Beinen zu sein, um der Stadt, die der Sage nach 753 v.Chr. von Romulus gegründet wurde, am Tiber liegt und auf einem der sieben Hügeln gebaut, seine Referenz zu erweisen. Rom, das wohl weltweit beeindruckende Freilichttheater, empfing uns bei schönstem Kaiserwetter. Als Treffpunkt wählte man unweit der Villa Borghese den Piazza del Popolo (Platz des Volkes), links von der Kirche Santa Maria und den Obelisken im Blickfeld. Nach einem Uhrenvergleich und fünf Stunden Zeitkontingent konnte jeder sein Abenteuer beginnen. Einige wollten in Mode-Boutiquen shoppen gehen, die nächsten zum Petersdom, der Wirkungsstätte von Papst Benedikt XVI., und andere nutzten die vorgeschlagene Route der „Map of Rom“. Nicht weniger als 12 Sehens- würdigkeiten hat der Guide empfohlen. Ich bitte um Nachsicht, hier die besuchten Bauwerke der Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock und Klassizismus ausführlich anzusprechen, hieße Unmögliches zu vollbringen. An dieser Stelle sei nur das Pantheon genannt, die Spanische Treppe mit ihren 130 Stufen, ein beliebter Treffpunkt, gleichermaßen für die Besucher und Bewohner Roms oder der „Fontana di Trevi“ mit dem Meeresgott Neptun. Ein barockes Bauwerk, das durch Fellinis Klassiker „La Dolce Vita“ mit Anita Ekberg und Marcello Mastroianni zu Weltruhm kam. Dort, wo es der Legende nach Glück bringt, wenn man eine Münze über die rechte Schulter in den Brunnen wirft, waren ebenfalls zig Besucher anzutreffen. Japaner, selbst Chinesen und Südamerikaner konnten diesem Brauch nicht widerstehen.


Und last but not least das größte antike Amphitheater, das immens große Colosseum mit Platz für 50.000 Zuschauer, wo seinerzeit die grausamen Gladiatorenkämpfe stattfanden; hier warteten Menschentrauben an den Kassen, um ein Billett für den Eintritt zu erstehen. Doch für mich war hier das Ende des Streifzugs angekommen – glücklich, aber müde und mit „runden Füßen“ ging nichts mehr, obwohl sicherlich noch Dutzende von Highlights sehenswert sind. Rom, die Stadt des Lichts und Schattens, hat vom Mythos der „Ewigen Stadt“ nichts verloren. Ich bin gefangen genommen von der Faszination der Stadt mit seiner wechselvollen 3.000-jährigen Geschichte. Möge das Omen des Trevi-Brunnen wahr werden – ich werde wieder kommen! Für den Rückweg vom Colosseum zum Treffpunkt an der Piazza del Popolo nutzte ich eine Fahrt mit der Metro, Linie MB. Die schnelle Fahrt war problemlos und kostete nur einen Euro. Zurück in Civitavecchia prangte nahe der Gangway unserer „Voyager“ in riesigen Lettern auf einem Transparent „WELCOME HOME“. Zurück an Bord, wurden wir „Heimkehrer“ mit einer tollen Performance der Crew überrascht: Sie, die Abwäscher, Stewards, Köche bis hin zum Chief und Kapitän, hatten ein Spalier gebildet und uns unter Beifall mit Musik und erfrischenden Tüchern empfangen – wirklich eine tolle Aktion. Und um 21.00 Uhr hieß es „Leinen los“ und „Arrivederci Roma“!

Sorrent / Pompeji: Wir lagen vor Anker, und um 8.00 Uhr begann das Ausbooten. An der Marina Piccola erwarteten uns bereits die Guides – geradewegs ging’s mit dem Kleinbus in die Oberstadt, um von dort die Fahrt nach Pompeji zu starten. In Hülle und Fülle bekamen wir auf der atemberaubenden über Serpentinen geführten Küstenstraße den landschaftlichen Reiz zu sehen. Einzigartig, wie sich hier die Natur zeigt, wie sich Täler mit den Höhenzügen abwechseln. Terrassengärten, Zitrus- und Orangenhaine und an malerischen Steilhängen klebende Ortschaften. Auch hat man vom Bus aus einen nicht minder sehenswerten Blick auf den anschaulichen Küstenstreifen der Sorrentinischen Halbinsel und die weiträumige Bucht von Neapel. Herrlich, wie die ständig wechselnden Farben, das glitzernde Wasser – mal silbern dann wieder blau in den verschiedensten Tönen, das Ockergelb der Häuser, wie das leuchtende Grün von den schlanken in Spalier stehenden Säulen-Zypressen, die Sinne betören.

Angekommen an der Ausgrabungsstätte bestaunten wir, in Sichtweite des Vesuvs, die aus Schlacke und Asche ausgegrabenen Überreste der Stadt Pompeji. 79 v.Chr. wurden die antiken Städte Pompeji, Herculaneum und Oplontum, am Fuße des Vulkans liegend, von der Eruption des Vesuvs überrascht. Ein gewaltiger Lavastrom, der sich in weiches Tuffgestein verwandelte, machte alles binnen kürzester Zeit zunichte. Die Ruinen geben uns heute einen aufschlussreichen Einblick in das tägliche Leben der römischen Zivilisation. Eine acht Meter hohe Schicht aus Asche bedeckte Kunst- und Gebrauchsgegenstände des täglichen Alltags. Sie wurden erstmals vor gut 250 Jahren entdeckt und partiell freigelegt.

Wir waren ergriffen von den Überresten des einstigen Lebens und bekamen Räumlichkeiten, teilweise mit Fresken und Reliefs verziert, zu sehen. Aber auch öffentliche Bauten wie Gaststuben und nicht zuletzt Straßen aus Granitsteinen, auf denen seinerzeit Pferdefuhrwerke fuhren und simple Straßensperren, wo erhabene Granitblöcke einfach deren Weiterfahrt versperrten. Eine beeindruckende Atmosphäre liegt über dieser Region. Die inspirierende Kultur, die in den historischen Überresten der in Asche „versunkenen Stadt“ zu sehen war, hatte mich ergriffen. Auch hier meine Tipps: Besucher sollten wegen der teils mühsamen Wegstrecke gutes Schuhwerk tragen und zum Abschluss einen hier angebotenen eiskalten Li- moncello (Zironenlikör) genießen.

An diesem Abend ging’s bunt auf dem Pooldeck her: Alle waren eingeladen zu einem illustren „Venetian BBQ“ – was es dort alles zu sehen und zu speisen gab, war großartig. Selbst die bekannte „Rialtobrücke“ hatte man über den großen Swimmingpool installiert, Säulen dekorativ mit „Venetian“-Masken geschmückt, alles bestens ausgeleuchtet und als kulinarischen Höhepunkt ein Freiluft-Büfett aufgebaut, das seinesgleichen sucht. An Steuerbord dominierten mexikanische Delikatessen und stilecht wurde das bekannte „Corona“-Beer“ gereicht. Auf der anderen Seite italienische Spezialitäten mit frisch zubereiteter Pasta. Schlemmen nach Herzenslust: Melonenbällchen und Antipasti, Geflügel mit Pesto-Käsekruste oder doch lieber „Saltim Bocca“ an gratinierter Zucchini. Es gab keine Grenzen: hier Scharfes, Würziges und Herzhaftes und dort Süßes, Liebliches und Raffiniertes. Austern, Muscheln, Krebsscheren und andere Meeresfrüchte mit pikanten Dips. Fisch wie Sushi in unterschiedlichen Varianten zubereitet und nicht zuletzt Spanferkel und andere Fleischspeisen, die das Herz eines jeden Feinschmeckers höher schlagen ließen.

Auch Vegetarier fanden Freude an den dargebotenen Leckerbissen. Eine Vielzahl an Salaten, Kunstwerke an Obst- und Gemüseschnitzerei, Nachspeisen, ein Schoko-Brunnen indem man sich frische Erdbeeren nochmals veredeln konnte. Lukullus hatte alles aufgefahren – es waren Streicheleinheiten fürs Auge und für den Gaumen!

Ich kam mit dem Souschef Patrick ins Gespräch und staunte nicht schlecht; einer seiner früheren Arbeitgeber war der König von Saudi-Arabien – doch die See und Seefahrt lässt ihn nicht los. Auch die Künstler haben ihr Können unter dem Sternenhimmel mit Tanz und Gesang bestens unter Beweis gestellt. Wer noch nicht genug hatte, der konnte zur späten Stunde in der Voyager-Lounge beim beliebten Karaoke in Aktion treten, im Casino ein Spielchen wagen oder noch ein Glas Wein in der Panorama-Lounge genießen.

Amalfi: Hier wurden sechs verschiedene Ausflüge ange- boten. Bereits beim Übersetzen mit dem Tenderboot konnte man diese „göttliche Küstenlandschaft“ Kampaniens in Augenschein nehmen. Greta Garbo, Hollywoodgrößen wie Errol Flynn mit seiner Privatyacht, oder Politiker, Diplomaten und Adlige – wer war nicht alles hier. Ob Schauspieler, Künstler oder Würdenträger, alle, gestern wie heute, lieben diese medi- terrane Landschaft. Sie waren von der Schönheit der Orte wie von der kurvenreichen Küstenstraße begeistert. Nicht minder viele Filmstreifen zeigen den außergewöhnlich kulturellen und natürlichen Wert – es scheint eine Märchenwelt zu sein, so wie sich das malerische Amalfi harmonisch an den Berghang schmiegt.

Einst ein Fischerdorf am Tyrrhenischen Meer, boomte und mauserte sich die kleine Ortschaft Amalfi mit knapp 6.000 Einwohnern, wie auch die Nebenorte Atrani, Ravello und Positano zu mondänen Treffpunkten und einem Paradies für Romantiker. Man hört sie heute noch, die Melodie „O sole mio…“, ein „Ohrwurm“ für nostalgische Touristen, wenn man durch die beengten Gassen der historischen Kleinstadt vorbei an kleinen Trattorias schlendert.

Zweifelsohne gehört der Dom von Amalfi mit seiner arabisch-normannischen Fassade, der dem Heiligen Andrea gewidmet ist, zum berühmtesten Bauwerk, das man über eine majestätische Treppe erreicht. Der vorgelagerte Domplatz geht in den Piazza Flavio Giola über, der sich zum Meer hin öffnet. Überreste alter Papierfabriken sind im Valle die Mulini zu sehen, und auf keinen Fall sollte man den Besuch der „Grotta dello Smeraldo“ versäumen. Dieser Ort gehört einfach zu einem „Muss“ einer Italien-Kreuzfahrt – doch zuvor möchte ich noch über den abendlichen Besuch der großen Show im „Constellation Theater“ unserer „Seven Seas Voyager“ berichten.

Welches Können die Künstler zeigten, ist kaum in Worte zu fassen. Wie in einer exklusiven Broadway-Show wurde Gesang, Tanz und Akrobatik, illuminiert mit einer brillanten Lightshow, vom Feinsten geboten. Die fesselnde Bühnenshow der „Jean Ann Ryan“ Singers & Dancers mit ihrem teils feenhaften Outfit begeisterte das Publikum. Besonders die perfekten Artistik-Darbietungen, wie die Kunststücke am Seil und die engelsartig musische Begleitung gefielen mir besonders gut. Das war keine Kleinkunst, das war die hohe Schule einer Meisterklasse. Jede der Darstellungen belohnte das Publikum mit stürmischem Beifall – anschließend erfreute ich mich auch noch an den Takten lokaler Musiker, genehmigte mir noch einen Absacker und dann ging’s zur Bettruhe.

Taormina, östlich der Straße von Messina gelegen, erwartete uns zur frühen Morgenstunde. Frühaufsteher kamen voll auf ihre Kosten: Auf dem Weg zum Zielhafen präsentierte sich der Stromboli leider eingehüllt mit einem weißen Wolkenkranz über dem Gipfel - schade! Dafür hatte aber die vielbefahrene Wasserstraße beim Anlaufen des Ankergrunds vor Taormina im warmen Licht des Tagesanbruchs eine besonders ansprechende Stimmung. Neun Ausflüge rund um die Touristen-Hochburg standen zur Auswahl. Soll heißen: „Wer die Wahl, der die Qual!“ Dieser malerische Ort, bereits 1787 hat von Goethe in höchsten Tönen geschwärmt, thront wie ein Adlerhorst auf einem Felsplateau in gut 200 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Sogar der deutsche Kaiser Wilhelm II. besuchte dieses mediterrane Kleinod. Wussten Sie, dass in der UNESCO-Auflistung aller Kulturdenkmäler der Welt sich mehr als 60 Prozent hier in Italien befinden? Wie hier im historischem Zentrum von Taormina, auf den Terrassen des Monte Tauro, wo man sich zahlreiche Baudenkmäler betrachten und den atemberaubenden Panoramablick auf die Naxos-Bucht und auf den Vulkan Ätna genießen kann. So erfreuen ebenfalls Gärten mit Olivenbäumen, Oleander, Jasmin, Feigenkakteen und blühenden Bougainvilleas das Auge der Betrachter. Hoch oben liegt das einst maurische Castello und die Madonna della Roca, unübersehbar wie die Kirche Santa Caterina d‘Alessandria und nicht zuletzt das antike Theatro Greco mit Blick auf den Vulkan.

Manch ein Italo-Guide spricht von der weltschönsten Freilichtbühne, die in den Sommermonaten genutzt wird. Hier gibt es Kultur pur – zum Anfassen und ohne Ende. Einzig die vorgegebene Zeit setzte den Schlussstrich des heutigen Ausflugs. Aber nicht bevor ich mir einige kleine Köstlichkeiten der Italo-Küche munden ließ, einschließlich einer Kostprobe des zuckersüßen und stets gut gekühlten „Vino de Mandorla“. Reale Wirklichkeit oder Traumbilder und doch den Göttern so nah! Am Abend sollte es desgleichen göttlich werden – im „Prime 7“ bekam ich von Lukullus und Weingott Bacchus weiteren Zuspruch. Auch dieses Spezialitäten-Restaurant an Bord der „Seven Seas Voyager“ ist einzigartig, wo mit Voranmeldung in illustrer Runde und Blick auf die Show-Küche in offener Sitzung gespeist wird – wie schon gesagt: ohne Zuzahlung! Dieser Ort, ein Refugium, wo der Seele eines jeden Feinschmeckers Flügel wachsen, ist in stilvoller Eleganz eingerichtet. Die Menükarte mit innovativen Kreationen der „Le Cordon Blue“-Vereinigung bekommt von dem verwöhntesten Gourmet Zuspruch. Schauen Sie, was Chefkoch André mit seiner fünfköpfigen, vorzüglich eingespielten Crew vor unserer aller Augen zelebriert hat. Eine reichhaltige Auswahl, wie sie in einem Spitzenlokal an Land nicht besser sein kann: Sieben Appetizer, sechs Suppen und Salate, sieben Fleisch- und sechs fischige Angebote sowie acht Nachspeisen.

Als Amuse Gueule wurde uns vom bayrischen Küchenmeister ein leckerer Mini-Burger und kurz angeröstete Baguettescheiben aufgetischt, dazu feinste Trüffelbutter. Bei meiner Wahl entschied ich mich für ein Ahi Tuna Tartare, ge- folgt von einem Chop House Salad in einer lieblich feinen, italienischen Vinaigrette mit Salat-Variationen, dazu Campari-Tomate, kandierte Zwiebelringe, knusprige Streifen von durchwachsenem Pancetta, Palmenherzen und frisch gebackenes Garlic-Brot. Danach ließ ich mir eine French Onion Soup Gratinée kommen und vor der Hauptspeise ein Sorbet aus Waldbeeren. Am prächtig eingedeckten Tisch mundete es allen vorzüglich. Wer kennt nicht das legendäre „Surf and Turf“, ein leckeres 6 Ounce Filet Mignon und einen 6 Ounce Lobster – eine leckere Liaison von zartem Steak mit Lobster und unterschiedlichen Dips, würziger Steak- und Safransauce sowie Kartoffeln und Morchelrahm als Beilage. Dieser Gourmet-Abend hatte Stil und höchste Klasse an Tischkultur: Es war himmlisch!

Die Speisen und begleitende Weine, nicht zu vergessen der exzellente Service und letztlich auch unsere gepflegte Unterhaltung am Tisch. Was soll ich Ihnen sagen: Gott, Götter, göttlich ging es weiter.

Ein letzter kulinarischer Höhepunkt, das Farewell-Dinner, war der rechte Trost zum Ende der Reise. Es hieß Abschied nehmen von dem gastlichen Logenplatz, der „Seven Seas Voyager“. Die letzten Stunden des Tages nutzte ich auf meinem Privatbalkon, um nochmals unter dem nächtlichen Sternenzelt die glanzvolle Reise Revue passieren zu lassen und schrieb noch einige bordeigene Postkarten für die Daheimgebliebenen – die wie fast alles an Bord, was Speisen, Getränke, Ausflüge und Trinkgelder etc., kostenfrei sind!

Meine Reise auf dem gastfreundlichen „Kreuzfahrtenschiff“ entlang der mediterranen Küste neigte sich endgültig dem Ende zu. Für mich waren es atemberaubende Eindrücke und unvergessliche Momente mit ganz viel Fernweh, während ich die „Küste meiner Sehnsüchte“ entdeckte. Es war die Zeit der Begegnung, des Erlebens und Genießens – nun folgt eine Zeit des Erinnerns und der Dankbarkeit! Ob Conny, Ari, mein freundlicher Steward, oder die Schar der Servicekräfte, die Lektoren und die Topps der Küche, wie auch die Passagiere, die bereitwillig auf meine neugierigen Fragen antworteten – habt vielen Dank. Mögen meine Liebeserklärungen den Dabeigewesenen ebenfalls lange in Erinnerung bleiben und anderen Freude bereiten, solch eine Reise einmal nachzuvollziehen!

Schiffsrundgang: Nun ergreife ich an dieser Stelle die Möglichkeit, um Ihnen einmal mein Luxusschiff mit seinen vielen Extras kurz vorzustellen. Ein Sechs-Sterne-Schiff der Superlative mit hervorragend innovativen Angeboten, ohne Wenn und Aber: einschließlich freier Getränke (inklusive Cocktails, ausgewählter Weine, Champagner und Spirituosen), zudem alle Trinkgelder an Bord und weitere Annehmlichkeiten. Angefangen beim beeindruckenden Platzangebot (Messzahl von 60,5 Schiffsgröße/p. Passagier). Die Kabinen – sorry es gibt nur Balkon-Suiten mit Meeresblick – von 33 bis 130 Quadratmeter groß, sind in Wohn- und Schlafbereich aufgeteilt und ab der Kategorie C einschließlich Butler-Service. Die Ausstattung ist vom Feinsten: versehen mit Kingsize-Betten, großem Marmorbad mit Dusch- und Wannenbad, exklusiven Bade-Accessoires, Bademantel und ein begehbarer Kleiderschrank und Safe. Flachbild-TV, DVD, Video, Telefon und eine Minibar, die kaum einen Getränkewunsch offen lässt, und nicht zu vergessen: den 24-Stunden-Roomservice. Rezeption, Concierge, Aufzüge, und natürlich eine Krankenstation, vier behindertengerechte Suiten, Bügel- sowie Waschzimmer und so weiter, sind selbstverständlich. Der Gast findet von Deck vier bis zum 12. Deck alle Vorzüge auf höchstem Niveau vor, die den Vergleich mit Luxus-Hotels an Land nicht zu scheuen brauchen. Ein großes Freiluft-Schwimmbad, Whirlpools, Pool-Bar und -Grill, elegante Lounges, eine Observation-Lounge, ein stilvoller Connoisseur Club, eine gut sortierte Bibliothek mit Leselounge, Internet-Café, Shopping-Mall, Konferenzraum, Computerschulung, Casino, Fitness- und Beauty-Center, Joggingbahn, Golfing, großes Show-Theater, die exzellente Küche. Das versierte, bestens geschulte Servicepersonal sprach ich bereits an, und vieles mehr stehen dem Gast zur Verfügung.

 

Technische Daten:

 

Name SEVEN SEAS VOYAGER
Flagge Bahamas, Nassau
Baujahr/-ort 03.2003
Bauort T. Mariotti-Werft, Genua
Maschine Wärtsilä, diesel-elektrisch 4 x 5.940 KW, 2 Dolphin Pod System
Spannung 110 V, 220 V
Stabilisatoren ja
Bordsprache englisch
Suiten 353, davon 4 behindertengerecht
Suiten-Kategorie 6, alle mit Balkon – von 33 bis 130 qm
Aufzüge/Lifts 6
Restaurants 5
Länge 204 Meter
Breite 28,80 Meter
Tiefgang 7 Meter
Passagiere max. 700
Offiziere Europäisch
Crew 447 Europäisch/International
Passagierdecks 9
Tonnage 42.363
Geschwindigkeit 20 Knoten

 

 

ÜBER DEN AUTOR

An der Waterkant geboren und sozusagen mit Meerwasser getauft. Er hat, der Familientradition folgend, in frühester Jugend die unendlichen Weiten der Meere und ferne fremde Länder über die „Christliche Seefahrt“ kennengelernt. Seit bald 40 Jahren, nach Ausbildung, Studium und Tätigkeiten als ehemaliger Fahrensmann und Pressesprecher einer großen Marinevereinigung, hat der kompetente Fachjournalist, Buchautor und Marinefotograf seine Liebe zur See und Seefahrt beibehalten. Lebensnah berichtet der engagierte Publizist aus der weltweiten Kreuzfahrtszene über seine Reisen – er lässt die Leser hautnah daran teilhaben. Mit seinen Veröffentlichungen hat sich der bekennende Kreuzfahrtbegeisterte Gourmet einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus geschaffen.

© Herausgeber: Redaktion Maritim in Zusammenarbeit mit Aviation & Tourism International Fotos: Lothar Lorenz, H.-J. Rochlitzer, Aviation & Tourism und Regent Seven Seas Cruises

Crystal Cruises Göta Kanal Hapag Lloyd Ponant Yacht Cruises & Expeditions Regent Seven Seas Cruises Sea Cloud Cruises Seabourn Yachten SeaDream Yacht Club Silversea Cruises The World

ANGEBOTE

BALI

BHUTAN

DATENSCHUTZ

DOWNLOADS

EXPEDITIONSREISEN

FINNLAND

IMPRESSUM

INCENTIVES

KATALOGE

KONTAKT

KREUZFAHRTSUCHE

NEWSLETTER

REEDEREIEN

REISEANFRAGE

REISEBEDINGUNGEN

SCHIFFE

STARTSEITE

UNSER TEAM

VIDEOS

WELTREISEN

© AVIATION & TOURISM INTERNATIONAL 2017

EXKLUSIVE REISEN SEIT 1978